„Komm zurück zu mir!“

By

Klaus Lubos hatte als Metzger, Dachdecker und Familienvater ein bewegtes Leben. Doch das wahre Abenteuer begann, als er am wenigsten damit rechnete. Wie es dazu kam?
Obwohl als Kind christlich geprägt, wollte Klaus als Erwachsener mit dem Glauben nichts mehr zu tun haben. Für ihn war das reine Spinnerei. Stattdessen beschäftigte er sich mit den Büchern des Autors Erich von Däniken und versuchte, sich mit den „Spuren der Außerirdischen“ das Dasein der Menschen zu erklären.
Dennoch überzeugten eines Tages zwei jungen Christen ihn und seine Frau durch die Bibel innerhalb von dreißig Minuten vom christlichen Glauben. Vom Verstand her sagten beide Ja zu einem Leben mit Jesus. Jetzt war Klaus also Christ – aber wie es weitergehen konnte, hatte ihm keiner gesagt. Wie ging Beten? Wo konnte er andere Christen treffen? Was war jetzt wichtig? Klaus gründete mit seiner Frau einen Bibelkreis, der leider nicht lange bestehen blieb. Der Austausch mit anderen Christen und der Halt in einer christlichen Gemeinde fehlten ihnen. Und als er dann mit nur 29 Jahren Witwer wurde, ging es mit seinem Glauben bergab. Auf einmal war Klaus mit seinen zwei kleinen Kindern allein. In den darauffolgenden Jahren ging er mehrere Beziehungen ein und heiratete sogar wieder. Doch irgendwie ging alles immer wieder in die Brüche…
Als seine Kinder erwachsen waren, besuchte Klaus seine Tochter. Sie war mittlerweile selbst Christin geworden und machte gerade eine theologische Ausbildung. In der Buchhandlung der Ausbildungsstätte kaufte sich Klaus ein kleines Buch, weil es ihn irgendwie ansprach. Doch darin zu lesen, begann er erst einige Wochen später. Noch heute kann sich Klaus eindrücklich an diesen Abend erinnern: Er setzte sich mit einer Tasse Kaffee und einer Zigarette in die Badewanne, schlug das kleine Buch auf – und konnte es kaum fassen: Das Buch erzählte die Geschichte eines Mannes, der seinen Glauben verloren hatte. Eines Mannes, dessen Leben völlig durcheinandergeraten war und der in dieser Zeit sich selbst und viele andere Menschen verletzt hatte. Als Klaus das las, spürte er: „Das ist meine Geschichte!“

Der Mann in dieser Geschichte erlebte aber noch etwas anderes: Dass Jesus ihn nie verlassen hatte – obwohl er selbst ihn die ganze Zeit aus seinem Leben verbannt hatte. Jesus wünschte sich nur: „Komm zu mir zurück! Ich habe dir alles vergeben.“
Als Klaus diese Worte las, weinte er. Denn er begriff: „Auch mir hat Jesus wirklich vergeben – meine Beziehungsgeschichten und all die Verletzungen, die ich anderen zugefügt habe. Er möchte, dass ich endlich anfange, mit ihm zu leben.“ Und so tat er das, was er bei seiner ersten Begegnung mit Jesus nur mit dem Verstand getan hatte, nun mit seinem Herzen: er nahm Jesus an. Er hatte verstanden und erfahren, was echte Vergebung bedeutet.

Heute lebt der 68-Jährige sein Leben mit Jesus. Er besucht eine christliche Gemeinde und trifft sich auch neben den Gottesdiensten mit anderen Christen. Auch nach seiner neuen, bewussten Entscheidung für Jesus gab und gibt es in seinem Leben weiterhin Höhen und Tiefen. Jesus hat ihn in den letzten Jahren viel lernen lassen und hat ihn positiv verändert. Klaus erfährt, dass Jesus ihm immer wieder vergibt und ihm hilft, sein Leben zu leben. Das ist sein Halt.

Start typing and press Enter to search